Ausbildung bei Berentzen

Der Start der Ausbildung markiert einen wichtigen Meilenstein in der persönlichen Entwicklung und gibt den Startschuss ins Berufsleben. Die Ausbildung bei der Berentzen-Gruppe hat genau wie bei seinen Markenprodukten eine lange Tradition und wird seit über 50 Jahren angeboten.

Unser Anspruch an uns selbst ist es, eine qualitativ hochwertige Ausbildung anzubieten. Diese startet für uns mit einer ausführlichen Einführungswoche, um den neuen Auszubildenden einen guten Start ins Unternehmen zu ermöglichen. Besonders leistungsstarken kaufmännischen Auszubildenden bieten wir im Rahmen der Weiterentwicklung das Programm Ausbildung.Plus an. Zudem möchten viele Auszubildende über den Horizont der täglichen Ausbildung blicken und praktische Erfahrungen im Ausland sammeln. Dem tragen wir mit der Möglichkeit eines Auslandspraktikums Rechnung.

Während der Ausbildung durchlaufen die kaufmännischen Auszubildenden in einem 3-Monats-Zyklus die unterschiedlichsten Abteilungen der Berentzen-Gruppe. Darunter fallen unter anderem die Abteilungen Vertrieb, Marketing, Export, Controlling, Finanzbuchhaltung und Personal oder auch der Berentzen Hof. Jede Ausbildungsstation startet mit einem ausführlichen Einarbeitungsgespräch in der Abteilung sowie der Vorstellung der neuen Kolleginnen und Kollegen. Darüber hinaus wird gemeinsam mit dem Ausbilder zum Ende der Station ein Feedbackgespräch geführt. In unterschiedlichen Projekten arbeiten Sie gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Abteilung. So wird Ihnen ein möglichst breiter Einblick in die Abläufe der unterschiedlichen Abteilungen gewährt. Die gewerblichen und technischen Auszubildenden sind in der Regel ganzjährig in ihrem Bereich eingesetzt und lernen dort die unterschiedlichen Aufgaben, Maschinen und Anwendungsbereiche kennen.

Einführungswoche

Für alle zukünftigen Auszubildenden startet die Ausbildung mit einer „Einführungswoche“ am Standort Haselünne, wo die Berentzen-Gruppe ihre Wurzeln hat. Neben allgemeinen Informationen rund um unsere Unternehmensgruppe (Aufbau, Organisation, Daten & Fakten) finden Produktschulungen sowie Werksführungen an den Standorten Haselünne und Minden statt. Zusätzlich werden Teambuilding-Maßnahmen zum Kennenlernen untereinander und der zukünftigen Arbeitskollegen/innen durchgeführt. Zudem erhalten alle neuen Auszubildenden für einen gelungenen Start ins Berufsleben eine interne IT-Schulung. Abgerundet wurde die Einführungswoche im Jahr 2016 mit einem Fahrsicherheitstraining und im Jahr 2017 mit einem gemeinsamen Grillen.  

Ausbildung.Plus

Die Berentzen-Gruppe bietet seit dem Jahr 2016 das Angebot Ausbildung.Plus an. Bestandteile dieses attraktiven Programms sind neben der klassischen Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt, das Ablegen der Ausbildereignungsprüfung, ein Auslandsaufenthalt sowie die Vermittlung von interdisziplinären Soft Skills.

Das Programm besteht aus folgenden Bausteinen:

 

Erster Baustein kaufmännische Ausbildung:

Die Verkürzung der regulären kaufmännischen Ausbildung auf 2½ Jahre bildet den ersten Baustein des Programms. Die Ausbildungsbetriebe verpflichten sich in der Regel zu Beginn der Gesamtquali­fikation, dem Auszubildenden bei entsprechender Leistung direkt nach der erfolg­reichen Ausbildung die Weiterbildung im Rahmen von Ausbildung.Plus zu ermöglichen.

 

Zweiter Baustein Ausbildung zum „Geprüften Wirtschaftsfachwirt“:

Der zweite Baustein beinhaltet die Qualifizierung zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt, eine Ausbilder­­­­eignungsprüfung sowie einen mindestens drei­wöchigen Auslandsaufenthalt. Das Auslandspraktikum kann auch bereits im ersten Baustein absolviert werden. In enger Koordination mit den Ausbildungsbetrieben werden darüber hinaus weitere Kurse zu Spezialthemen angeboten. Nach 1½ Jahren wird die Zusatzqualifikation mit der erfolgreichen Prüfung zum Wirtschaftsfachwirt abgeschlossen.

Auslandspraktikum

Die Berentzen-Gruppe bietet Auszubildenden die Möglichkeit, internationale Erfahrung im Rahmen eines Auslandspraktikums zu sammeln. Diese Erfahrung rundet für viele die facettenreiche Ausbildung im eigenen Unternehmen ab. Ein Auslandspraktikum ermöglicht es Ihnen, die erworbenen Kenntnisse in einer neuen Arbeitsumgebung anzuwenden und die eigenen Fremdsprachenkenntnisse auszubauen. Sie lernen neue Arbeitskollegen kennen und können nach Feierabend eine neue und fremde Stadt erkunden. Insgesamt mit Sicherheit ein Gewinn für Ihre Karriere.  

Erfahrungsbericht Auslandspraktikum

Jan Hofschröer, Mechatroniker, Plymouth (England)

Zum Zeitpunkt des Auslandspraktikums befand ich mich im 3. Ausbildungsjahr zum Mechatroniker bei der Firma Vivaris in Haselünne und habe an einem Auslandspraktikum, das von der Berufsschule in Lingen - Technik und Gestaltung - angeboten worden ist, teilgenommen. Das Praktikum verlief über einen Zeitraum von zwei Wochen in der Hafenstadt Plymouth in England. Die Anfahrt haben meine Mitschüler und ich bis Calais (Frankreich) mit dem Bus zurückgelegt. Anschließend setzten wir mit einer Fähre nach Dover (England) über. Der Bus hat uns dann weiter nach Plymouth gefahren. 

In der ersten Nacht haben wir aus organisatorischen Gründen in einem Hotel in Plymouth übernachtet. Dadurch wurde es uns ermöglicht schon am ersten Abend den großen Hafen zu erkunden. Am nächsten Morgen wurden wir von unseren Gastfamilien vom Hotel abgeholt. Gegen Mittag sind wir zu der Organisation „Almond vocational link“ gefahren, wo in den nächsten drei Tagen der Englischunterricht stattgefunden hat. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Organisation sind wir die Firmen, in denen wir als Praktikanten arbeiten sollten, abgefahren. So wusste jeder von uns, wo wir in den nächsten Tagen arbeiten würden. Meine Firma war eine Autowerkstatt, zu der ich jeden Morgen allerdings 45 Minuten mit dem Bus fahren musste. In der Werkstatt hatte ich dann verschiedene Aufgaben wie z.B. Öl- und Filterwechsel, Lichtkontrolle und Reifendruck prüfen. Eine weitere interessante Tätigkeit war, defekte Reifen abzuziehen und neue Reifen wieder aufzuziehen. Anschließend mussten die Räder noch ausgewuchtet werden, damit keine Schwingungen, erhöhter Verschleiß oder erhöhte Geräusche auftreten.  

Durch die Organisation „Almond vocational link“ wurde es uns ermöglicht, problemlos unser Praktikum durchzuführen und uns in England zurechtzufinden. In meiner Freizeit habe ich mich mit meinen Mitschülern getroffen, wir haben zusammen die Stadt erkundet und sind Essen gegangen. Eine Gastfamilie hat ein Fußballspiel organisiert, wo wir als Gastschüler mitspielen durften. Es hat allen sehr viel Spaß gemacht. Außerdem fand an einem Samstag ein Feuerwerk im Hafen statt, welches wir uns gemeinsam angeschaut haben. Am letzten Wochenende besuchten wir das National Marine Aquarium in Plymouth. Es ist Europas tiefstes und Großbritanniens größtes Aquarium und sehr beeindruckend. Unsere Heimreise haben wir wieder mit dem Bus angetreten. Wir waren über 24 Stunden unterwegs, was sehr lange und anstrengend war. Wenn die Möglichkeit besteht, würde ich empfehlen, ein anderes Verkehrsmittel zu nutzen. Ein Tipp: Es ist ratsam, wichtige Fachbegriffe schon vorher zu lernen, falls ihr im Vorfeld wisst, in welcher Firma ihr arbeiten werdet. Dadurch könnt ihr besser kommunizieren und die 14 Tage Aufenthalt voll nutzen. 

Erfahrungsbericht Auslandspraktikum

Simon Schaaf, Fachinformatiker für Systemintegration, Lund (Schweden)

Ich durfte im Rahmen meiner Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration für vier Wochen nach Lund (Schweden) reisen, um dort sowohl meine fachlichen als auch sprachlichen Kenntnisse zu verbessen. Schon in der Einführungswoche meiner Ausbildung wurden wir darüber informiert, dass wir im Rahmen unserer Ausbildung die Möglichkeit haben, ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Etwa vier Monate vor meinem Reiseantritt habe ich mich mit der IHK-Münster in Verbindung gesetzt, um mein Interesse an einem Auslandsaufenthalt zu bekunden. Nach Abgabe meiner Bewerbungsunterlagen kontaktierte mich eine Partnerorganisation der IHK aus Berlin. Nun konnte ich das Wunschland meiner Reise festlegen und nur zwei Wochen später gab es ein Skype-Interview mit meinem Ansprechpartner in Schweden. Dieser war von Anfang an sehr freundlich, hilfsbereit und übernahm sowohl die Organisation einer Unterkunft als auch die Organisation eines Praktikumsplatzes. Zusätzlich wurde mir die Möglichkeit gegeben, einen Online-Sprachkurs „Grundlagen in Schwedisch“ zu besuchen. Letztendlich musste ich nur die Reise organisieren.

Meine vierwöchige Reise begann am 18.03.2018 vom Bahnhof Lingen in Richtung Lund. Die Zugfahrt verlief reibungslos, sodass ich gegen 19:30 Uhr am Bahnhof in Lund von meinem Ansprechpartner abgeholt werden konnte. In der sehr großen Unterkunft warteten bereits vier weitere Auszubildende, die ebenfalls ein Auslandspraktikum in Lund absolvierten. Die Kommunikation mit den anderen Auszubildenden hat sehr gut funktioniert, obwohl ich neben deutschen, auch französische Mitbewohner hatte.

Am nächsten Tag wurden wir zu einem Einführungsgespräch in die Organisation unseres Ansprechpartners eingeladen, um erste Eindrücke und unsere Erwartungen an das Auslandspraktikum zu äußern. Nach dem Einführungsgespräch wurde ich meinem Arbeitgeber vorgestellt. Die Firma, bei der ich mein Auslandspraktikum durchgeführt habe, heißt „Bjorkstrom Robotics“. Dieses kleine Start-Up Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, sogenannte „Augmented-Reality“-Brillen zu nutzen, um Gebäude oder Infrastrukturen darstellen zu können. Diese Brillen werden dann an Bauunternehmen verkauft, damit diese zukünftige Bauprojekte direkt vor Ort darstellen lassen können. Mein Aufgabenfeld umfasste das Erstellen von 3D-Objekten und dessen Integration in das System der AR-Brille.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Auslandsaufenthalt eine sehr wertvolle Erfahrung für mich war. Ich konnte mich beruflich und sprachlich weiterbilden und auch persönlich weiterentwickeln. Ich würde jedem ein Auslandspraktikum empfehlen, der die Chance dazu hat. Die Erfahrungen, die ich in diesem Auslandsaufenthalt gesammelt habe, werde ich wohl nie wieder vergessen.

Erfahrungsbericht Auslandspraktikum

Janek Stagge, Industriekaufmann, East London (Südafrika)

Ende März 2019 begann mein vierwöchiges Auslandspraktikum in Südafrika zusammen mit drei anderen Auszubildenden meiner Berufsschule mit dem Flug nach Kapstadt. Organisiert wurde das Auslandspraktikum durch meine Berufsschule, die BBS am Museumsdorf in Cloppenburg, in Zusammenarbeit mit ihrer Partnerschule dem MSC College in East London, Südafrika. Um für das Auslandspraktikum ausgewählt zu werden, mussten wir uns mit einem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben bewerben und hatten ein kurzes Gespräch mit dem verantwortlichen Lehrer.

Die ersten 4 Tage in Kapstadt haben wir damit verbracht, die Stadt zu erkunden, den Tafelberg zu besichtigen und zum Kap der Guten Hoffnung zu fahren. Von Kapstadt aus ging es mit dem Flugzeug weiter zu unserem Zielort East London. Dort haben wir zu viert in einer Lodge gewohnt, in der wir unsere 2 Schlafzimmer mit Bad hatten und uns eine Küche geteilt haben.

Am ersten Abend wurden wir von den Verantwortlichen der Partnerschule zu einem gemütlichen Grillabend eingeladen. Dort wurden wir sehr herzlich aufgenommen und haben viele Tipps für unsere Freizeitgestaltung erhalten. Am nächsten Tag begann unser erster Arbeitstag. Dieser fing zuerst mit der Besichtigung der Berufsschule an und von dort aus wurden wir zu unseren Unternehmen gebracht. Mein Praktikumsplatz war bei S.M.A Engineering, einem Außenstandort des deutschen Unternehmens SMA Metalltechnik bei Stuttgart. Das Unternehmen stellt Leitungen für die Automobilindustrie her.

Während meines Praktikums wurden mir viele Arbeitsabläufe der Produktion gezeigt, die Arbeitskollegen haben mir ihre Arbeit im Büro gezeigt und ich war für die Ablage zuständig. Außerdem stand dort ein wichtiges Audit an, für welches ich Dokumente von Deutsch auf Englisch übersetzt habe.

In unserer Freizeit sind wir möglichst oft zum Strand gefahren, haben uns mit Arbeitskollegen im Pub oder zum Kartfahren getroffen oder sind Essen gegangen. Die Arbeitskollegen und die Verantwortlichen des MSC College waren sehr bemüht, dass wir eine tolle Zeit haben und gaben uns immer wieder neue Tipps für unsere Freizeit.

Insgesamt war es eine tolle Erfahrung, die jeder mitgemacht haben sollte. Man lernt viele neue Leute kennen, kann eine neue Kultur erkunden, lernt den Arbeitsalltag im Ausland kennen und man bringt viele tolle Erinnerungen mit nach Hause.

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